praxisANSATZ Erstgespräch

Hausarzt-Story · Arzt-getriebener Aufruf · Patientennavigation · Multi-Standort

Wer ruft eigentlich Ihre Patient:innen auf?

In der Hausarztpraxis hängt das oft an einer Praxismanagerin, die den Überblick hat — und an einer MFA, die nichts anderes macht als Patient:innen vom Wartezimmer abzuholen. Beide sind rar und teuer. LISA entlastet beide Rollen.

Kurz beantwortet

LISA ist das Patientenleitsystem von praxisANSATZ für tomedo®-Hausarztpraxen. Statt dass eine Praxismanagerin den Überblick hält und eine MFA die Patient:innen aus dem Wartezimmer holt, ruft der Arzt selbst aus dem tomedo® heraus auf — und der Patient findet sein Zimmer über Flur-Bildschirme und Raumanzeigen selbst. Plus Marketing-/Informationsmodul auf den Bildschirmen. Bei mehreren Standorten: pro Standort eine LISA-Box, zentrale Steuerung. Ab 49 €/Behandler:in/Monat.

Wer den Patientenaufruf heute in der Hausarztpraxis stemmt

Schauen Sie sich Ihre Praxis ohne LISA an. Der Patientenaufruf wird nicht von einer Person gemacht. Er wird von zwei Rollen getragen, die im Hintergrund laufen — meist unsichtbar, immer essenziell.

Rolle 1

Die Übersichts-Person

Sitzt vorne an der Anmeldung. Weiß, welche Ärzt:innen heute da sind, in welchen Räumen sie arbeiten, was sie für Eigenarten haben, was die Neuerungen sind. Erahnt die Bedürfnisse der Ärzt:innen, bevor sie ausgesprochen sind. Das ist keine Azubi-Stelle. Das ist eine gestandene Praxismanagerin, die alles in der Praxis kennt. Solche Personen sind rar und teuer.

Rolle 2

Die Lauf-Person

Geht den ganzen Tag zwischen Wartezimmer und Behandlungs- zimmern hin und her. Ruft Namen auf, nimmt Patient:innen entgegen, begleitet sie ins Zimmer, setzt sie hin. Macht nichts anderes. Oder die Tätigkeit ist auf mehrere MFA verteilt — dann macht jede einen Teil davon, zusätzlich zum eigentlichen Job.

Beide Rollen sind ehrlich gesagt unsichtbar, solange sie funktionieren. Bemerkbar werden sie an dem Tag, an dem die Praxismanagerin krank ist — und plötzlich kein:e Arzt mehr weiß, ob die nächste Patientin schon im Wartezimmer sitzt oder ob das Behandlungszimmer 3 noch belegt ist.

Wovon Sie als Hausärzt:in heute abhängen

Das ist die unangenehme Seite. Als Ärzt:in werden Sie von der Praxismanagerin abhängig — weil Sie ihre Übersicht brauchen. Sie wissen es selten direkt, aber: Wenn diese Person geht oder ausfällt, wackelt der Tagesablauf der ganzen Praxis.

Die Frage ist: Müssen Sie für diese eine Tätigkeit — den Überblick über Räume, Wartezimmer und Aufruf-Timing — wirklich von einer gestandenen, teuren MFA abhängig sein?

Die Antwort ist nein. Den Überblick, den die Praxismanagerin heute im Kopf hat, kann das System haben — wenn das System mit tomedo® gekoppelt ist und die Räume, Behandler:innen und Patient:innen kennt. Genau das macht LISA.

Was sich ändert, wenn der Arzt selbst aufruft

Mit LISA verschiebt sich die Steuerung — vom Anmelde-Tresen ins Behandlungszimmer.

Der Arzt selbst weiß am besten:

  • Welche Patient:innen heute mit welchem Anliegen kommen — er hat den Kalender.
  • Wer wie lange wartet — er sieht die Tagesliste.
  • Welches Behandlungszimmer für die nächste Patientin passt — er kennt das Anliegen.
  • Welche Vorbereitung die Patientin braucht — er kennt den eigenen Workflow.

Das kann eine MFA gar nicht wissen. Sie kann nichts dafür — der Arzt hat das tiefste Kontext-Wissen über den eigenen Tag. Wenn der Arzt selbst aufruft, fließt dieses Wissen direkt in den Aufruf, ohne Übersetzung, ohne Verzögerung.

Die Liege-Sekunde — der konkrete Workflow-Effekt

Ein scheinbar banales Beispiel zeigt den ganzen Effekt.

Workflow-Vergleich

Ohne LISA

  1. Arzt fertig, geht aus dem Zimmer.
  2. Anmeldung weiß, dass Zimmer frei wird.
  3. MFA wird losgeschickt: Liege desinfizieren.
  4. MFA läuft hin, desinfiziert, läuft zurück.
  5. Anmeldung ruft nächste Patientin auf.
  6. MFA begleitet Patientin ins Zimmer.

Dauer: leicht 3–5 Minuten. Mehrere MFA-Wege. Risiko, dass die Desinfektion vergessen wird, wenn die MFA gerade an der Anmeldung gebunden ist.

Mit LISA

  1. Arzt fertig, wischt die Liege selbst — zwei Sekunden.
  2. Arzt klickt im tomedo®: nächste Patientin aufrufen.
  3. Patientin liest Aufruf am Wartezimmer-Display, geht los.
  4. Patientin folgt der Wegweisung zum Zimmer.

Dauer: unter einer Minute. Kein MFA-Weg. Liege ist sicher desinfiziert, weil es niemand vergisst — der Arzt steht ohnehin dran.

Über den ganzen Tag summieren sich diese gesparten Wege. Es geht aber nicht nur um Minuten — es geht um kognitive Last. Eine MFA, die ständig gerufen wird, um zu desinfizieren, zu begleiten, zu rufen, kann sich an der Anmeldung nicht konzentrieren. Mit dem fortgeschrittenen Arbeitstag nimmt die Konzentration ab. Als Arzt bekommen Sie dann nicht mehr die beste Dienstleistung.

Patientennavigation — der Weg vom Wartezimmer zum Zimmer (in Entwicklung)

Aufrufen ist nur der erste Schritt. Die Patientin muss noch ins richtige Zimmer kommen — und das ohne MFA-Begleitung. Mit dem kommenden LISA-Leitsystem wird diese Patientennavigation verfügbar sein. Aktuell starten viele Praxen mit dem reinen Patientenaufruf, der über ein Wartezimmer-Display läuft.

Wartezimmer-Aufruf

Patient:in sieht ihren Namen, das Zimmer und die behandelnde Ärztin. Steht auf, geht los.

Flur-Anzeige am Knick

Am Ende des langen Flurs eine Anzeige: „Hier sind Sie richtig — Frau Müller, weiter geradeaus, Zimmer 3." Patient bekommt die Bestätigung, dass sie auf dem richtigen Weg ist.

Farbcodes als Orientierung

Statt komplexer Beschilderung kann LISA mit Farben arbeiten — „folgen Sie der grünen Linie zum Zimmer". Funktioniert auch für ältere Patient:innen ohne Bildschirm-Vertrautheit.

Raumanzeige an der Tür

Vor dem Behandlungszimmer ein kleiner Bildschirm mit persönlicher Begrüßung, Name der Ärztin, Hinweis zur Wartezeit („bitte kurz Platz nehmen, Frau Dr. Schmidt ist gleich da") und konkreter Vorbereitungs-Anweisung („bitte Schuhe ausziehen", „bitte hinlegen", „Oberkörper frei machen"). Damit ist die Erwartungshaltung gesetzt und der Prozess beschleunigt sich spürbar.

Das zweite Modul: Information und Marketing

Die Bildschirme im Wartezimmer und im Flur stehen sowieso. Warum nicht parallel nutzen?

LISA hat ein Informationsmodul, mit dem die Praxis saisonal und leistungsbedingt Inhalte ausspielen kann. Klassische Hausarzt-Themen:

  • Grippe-Impfung im Herbst — Hinweis im Wartezimmer, dass die Praxis impft.
  • Vorsorge-Untersuchungen — Erinnerung an den nächsten Check-up je nach Altersgruppe.
  • Reise-Medizin — vor den Sommerferien-Wochen.
  • IGeL-Leistungen — saisonal oder anlassbezogen.
  • Praxis-Organisation — Hinweise auf neue Sprechzeiten, Urlaub, neue MFA, neue Behandler:innen.

Der Effekt ist nicht „Werbung schalten". Der Effekt ist Erwartungshaltung bilden. Patient:innen kommen zur Sprechstunde mit der Information schon im Kopf — und die Entscheidungsfindung läuft schneller, weil das Bedürfnis schon geweckt ist. Wenn die Praxis-Strategie z. B. auf Vorsorge-Leistungen setzt, kann das Informationsmodul die Themen gezielt platzieren.

Hausarztpraxis mit mehreren Standorten

Wenn die Praxis mehrere Standorte betreibt — typisch für ländliche Hausarztversorgung, bei Filialpraxen oder bei Praxisgemeinschaften mit Außenstellen — verstärkt LISA seinen Effekt zusätzlich.

  • Pro Standort eine LISA-Box — als lokale Hardware-Komponente, die Aufrufe vor Ort empfängt und auf die jeweiligen Wartezimmer- und Raumbildschirme verteilt.
  • Zentrale Steuerung über tomedo® — egal an welchem Standort die Ärztin heute sitzt, der Aufruf läuft korrekt am dortigen Display aus. Keine Doppel-Pflege, keine Mismatch-Risiken.
  • Standortspezifische Patientennavigation — andere Räume, andere Flure, andere Wegweisungen. Jeder Standort bekommt seine eigene Wegelogik.
  • Standortspezifische Information — am Filial- standort vielleicht andere Schwerpunkte als am Hauptstandort. Das Informationsmodul kennt die Trennung.
  • Unabhängigkeit von der „Standort-Praxismanagerin" — diese Rolle skaliert ohnehin schlecht über mehrere Standorte. Mit LISA müssen Sie nicht an jedem Standort eine erfahrene Übersichts-MFA stationieren.

Auch in der tomedo®-Cloud. LISA läuft sowohl On-Premise als auch zu tomedo®-Cloud-Praxen identisch — die LISA-Box vor Ort kommuniziert mit der Cloud-Instanz wie mit einem lokalen Server. Cloud-affine Praxen können LISA direkt mit aufnehmen, ohne ein zusätzliches lokales Setup zu pflegen. → tomedo® im Rechenzentrum

LISA bei Praxisübernahme

Praxisübernahmen sind eine kritische Phase. Patient:innen wollen ihre vertraute Praxis weiter erleben, das neue Team muss sich in einen laufenden Betrieb einarbeiten. Genau hier ist LISA ein sanfter Modernisierungs-Hebel ohne Workflow-Bruch.

Drei konkrete Effekte bei Übernahme-Situationen:

  • Weniger Einarbeitungs-Last für das neue Team — der Aufrufvorgang ist standardisiert und systemgetragen. Eine neue MFA muss nicht erst „den Stil der Praxis" lernen, um Patienten korrekt aufzurufen.
  • Patient:innen erleben Kontinuität — Display- Begrüßung, Wegweisung und Marketing-Inhalte können vom alten Praxisinhaber übernommen und schrittweise modernisiert werden, ohne dass der Wiedererkennungswert verloren geht.
  • Nachfolger:innen-Geschenk — Übernehmer:innen bekommen mit LISA eine bestehende, dokumentierte Workflow- Infrastruktur, statt das Aufruf-System von Grund auf neu aufzubauen. Das senkt das Übergabe-Risiko deutlich.

Für die Phase davor: Das tomedo®-Vorbereitungspaket adressiert genau diese Übergangs-Phase mit dedizierter Rechenzentrum-Umgebung und remoten Vorbereitungs-Terminen.

Was LISA nicht ersetzt

Ehrlichkeit gehört zur Empfehlung. LISA ersetzt drei Dinge nicht:

  1. Die menschliche Anmeldung — der erste Kontakt, das Aufnehmen der Versichertenkarte, das persönliche Begrüßen.
  2. Die Triage bei Notfällen — wenn jemand mit akuter Beschwerde reinkommt, braucht es einen Menschen, der urteilt und priorisiert.
  3. Die persönliche Begleitung für hilfsbedürftige, sehr alte oder verwirrte Patient:innen. LISA übernimmt den Standard-Aufrufvorgang — die menschliche Begleitung bleibt genau für die Fälle frei, in denen sie wirklich gebraucht wird.

LISA macht nicht „weniger MFA". LISA macht MFA für die richtigen Aufgaben frei — und entkoppelt den Arzt von der Abhängigkeit, dass eine bestimmte Person den Überblick halten muss.

LISA ist die SaaS-Plattform von praxisANSATZ für Patientenaufruf und Digital Signage in Arztpraxen. praxisANSATZ ist der DACH-Spezialist für die Installation und den Betrieb von tomedo® in Arztpraxen und tomedo® Professional Partner — LISA ist die praxiserprobte Erweiterung aus genau dieser Beratungs-Tiefe.

Aufrufen, navigieren, informieren — ein System. Wir richten LISA für Ihren Standort (oder Ihre Standorte) ein, schulen das Team und übernehmen die laufende Pflege im Rahmen unserer Servicevereinbarung.